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Wortgeschichte zu

Klub

Klubbist · Montagsklub

Themenfeld Politik & Gesellschaft

Kurz gefasst

Die Geschichte des Wortes Klub ist durch mehrere aufeinander folgende Entlehnungen gekennzeichnet: Um die Mitte des 18. Jahrhunderts wird es zunächst in der Bedeutung regelmäßig zusammenkommende Vereinigung von Personen aus dem Englischen übernommen. Zur Zeit der Französischen Revolution kommt dann politische Vereinigung hinzu (insbesondere in dem Kompositum Jakobinerklub). Über eine erneute Entlehnung aus dem Englischen entwickelt es dann ab Mitte des 19. Jahrhunderts die Bedeutung (Sport-)Verein.

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Wortgeschichte #

Gesellige Zirkel nach britischem Vorbild #

Klub wurde Mitte des 18. Jahrhunderts aus dem Englischen übernommen. Dort hatte sich im 17. Jahrhundert aus einem Ausdruck für Stock eine Bezeichnung für eine regelmäßig zusammenkommende Vereinigung von Personen entwickelt (die Einzelheiten dieses Übergangs liegen freilich im Dunkeln, s. 3OED s. v. clubengl. III 15). Der exklusive Klub, der über eigene Räumlichkeiten verfügt, seine Mitglieder streng auswählt und vor allem auch gesellschaftliche Distinktion garantiert, kommt in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf (3OED s. v. clubengl. III 15). Die frühesten Zeugnisse im Deutschen knüpfen zunächst an die älteren Formen des englischen clubs an. Als eines der frühesten und bekanntesten Beispiele ist der Berliner Montagsklub zu nennen, bei dem es sich um eine (nur Männern vorbehaltene) Freundesgesellschaft handelte, deren Ziel vornehmlich im Meinungsaustausch und in der Unterhaltung bestand (vgl. Panwitz 2001; wohl mit Bezug auf den Montagsklub: 1750b). In den frühesten Belegen ist Klub (auch in der Schreibung Klubb) feminin.

Neben dem Montagsklub etablieren sich weitere Gesellschaften, die zunächst wohl am ehesten der Form der Lesegesellschaft zuzuordnen sind (1769, 1792). Hierbei handelt es sich noch um eine relativ unspezifische, kulturelle Zeiterscheinung des emanzipierten Bürgertums, die auch als Kasino (vor allem im süddeutschen Raum, s. Pfeifer s. v. KasinoDWDS) bezeichnet werden konnte. Was man in einem dieser Klubs üblicherweise tut, lässt sich Heines Reisebildern entnehmen: Whist spielen, Tabak rauchen, politisiren (1827). Gesellige Vereinigungen dieser Art begegnen noch bis in die Gegenwart (1843, 1900, 1956a, 1999).

Für die Mitglieder konnte ein Klub unter Umständen ein zweites Zuhause darstellen, in dem man sich nicht nur unter Seinesgleichen befand, sondern auch in der Lage war, Besuche zu empfangen, Mahlzeiten einzunehmen und gegebenenfalls zu übernachten (1795a, 1831, 1888, 1902). Damit orientierte sich der Klub als Institution für einen gewissen Zeitraum stark an den britischen Vorbildern.

Ausgehend vom institutionellen Charakter des Wortes zeigt sich eine systematische Polysemie, die diachron relevant ist. So kann Klub auch für die Gesamtheit seiner Mitglieder sowie für das Ereignis Zusammenkunft stehen (1795b, 1811, 1848e, 1901, 1950). Die Bedeutungen lassen sich also verschiedenen abstrakten Kategorien zuordnen, womit das polyseme Muster von Klub vergleichbar ist mit der viel diskutierten Polysemie von Institutionsbezeichnungen (insbesondere Schule) und der dort systematisch anzutreffenden Bedeutungsverschiebung (vgl. Bierwisch 1983, Harm 2015, 52–54).

Ferner lässt das Nominalisierungsverbgefüge einen Klub halten den Schluss zu, dass für die Treffen der Klubgesellschaften ein festgelegtes Zeremoniell oder zumindest ein Ablauf nach wiederkehrenden Regularien zu gelten scheint (1795c, 1895). Diese Lesart tritt nur vereinzelt auf, verweist jedoch deutlich auf eine systematisch beschreibbare Eigenbedeutung (Polenz 1987, 170) veranstalten, eine Versammlung stattfinden lassen.

Revolutionäre Bewegung und politische Verbindungen #

In Frankreich bildeten die revolutionären Gesellschaften als privilegierte Orte der politischen Kultur schon sehr früh ein weites Feld, auf dem die Sprache, die Praktiken und Repräsentationsformen der direkten Demokratie erprobt wurden. Sie institutionalisieren sich in sogenannten Klub-Parteien, die während der französischen Revolution vor allem in Paris ansässig waren. Neben den durch englische Vorbilder inspirierten Klubs, die in Deutschland bereits um die Mitte des 18. Jahrhunderts Nachahmung finden, werden somit nun auch die politischen Klubs der Revolutionszeit in Deutschland bekannt und nachgebildet. Im Zuge der Beschreibung französischer Verhältnisse, bei denen zunächst vor allem die Jakobiner im Mittelpunkt des Interesses stehen (1797), erhält Klub zu der eher allgemeinen Bedeutung geschlossener Zirkel die politische Dimension der politischen Vereinigung, wenn nicht sogar Gesellschaft zur politischen Agitation (1837, 1850).

Insgesamt betrachtet sind die Jahre, die zur deutschen Revolution von 1848 führten, stark gekennzeichnet durch eine Fülle von Gemeinschaftsbestrebungen (vgl. Bund, Gesellschaft, Korporation, Liga, Loge, Orden, Verein). Zudem setzt sich das maskuline Genus unter dem Einfluss des seinerseits aus dem Englischen entlehnten französisch club gegenüber dem Femininum durch. Von den im Französischen gebildeten Ableitungen geht Klubbist ins Deutsche über, das meist synonym zu Jakobiner verwendet wurde (1796, 1848a).

Während Verein zu Zeit der Herrschaft Napoleons und der Freiheitskriege als eher neutrale Bezeichnung eine Blüte erlebt, galten Klubs oder Verbindungen als politisch belastet (vgl. Schmalz 1955). Dennoch entstanden eine ganze Reihe kleinerer politischer Organisationen, die Bewusstsein bilden und politische Aktionen vorbereiten wollten. Im Zuge der Frankfurter Nationalversammlung organisierten sich Abgeordnete mit ähnlichen politischen Zielvorstellungen und Interessen in Clubs, die als eine Art Vorform der parlamentarischen Fraktionen gelten können (1848b, 1848c, 1848d). Diese Form des Klubs findet sich jünger noch im österreichischen Parlament als Vereinigung der Abgeordneten einer oder mehrerer wahlwerbenden Parteien (1885, 1914, 1956b).

Erneute Verbreitung durch den Sport #

Bereits ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhält Klub über die Sprache des Sports erneut Eingang ins Deutsche. Den Anfang macht der Schachklub (1856b, 1856a). Um die Jahrhundertwende folgen weitere Sportarten, die sich als Klubs organisieren (1892, 1908, 1952, 2000). Im Bereich des Sports zeigt sich zudem deutlich die stärkere Assimilation in der Schreibung. Ist um die Wende zum 20. Jahrhundert noch die Schreibung mit c dominant, wird diese nur einige Jahrzehnte später weitgehend durch die Schreibung mit k abgelöst. Ausnahmen bilden Klubs für Sportarten, die fest im englischsprachigen Raum beheimatet sind, wie etwa Tennis.

Diskothek #

Im ausgehenden 20. Jahrhundert kommt Lokal, Diskothek als weitere Bedeutung des Wortes hinzu (1986, 2001). Wahrscheinlich handelt es sich um eine Kürzung aus Musikklub oder auch Nachtklub. (Diese Entwicklung sowie das Verhältnis von Club und Diskothek ist Gegenstand des Themenfelds Alltagskultur.)

Nathalie Mederake

Literatur #

Bierwisch 1983 Bierwisch, Manfred: Semantische und konzeptuelle Repräsentationen lexikalischer Einheiten. In: Rudolf Ruzicka/Wolfgang Motsch (Hrsg.): Untersuchungen zur Semantik. Berlin 1983, S. 61–99.

Harm 2015 Harm, Volker: Einführung in die Lexikologie. Darmstadt 2015.

3OED Oxford English Dictionary. The Definite Record of the English Language. Kontinuierlich erweiterte digitale Ausgabe auf der Grundlage von: The Oxford English Dictionary. Second Edition, prepared by J. A. Simpson and E. S. C. Weiner, Oxford 1989, Bd. 1–20. (oed.com)

Panwitz 2001 Panwitz, Sebastian: Die Berliner Vereine 1786–1815. In: Berliner Klassik. Eine Großsstadtkultur um 1800. Berlin 2001. (berliner-klassik.de)

Pfeifer Pfeifer, Wolfgang u. a.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache. (dwds.de)

Polenz 1987 von Polenz, Peter. Funktionsverben, Funktionsverbgefüge und Verwandtes. Vorschläge zur satzsemantischen Lexikographie. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 15 (1987), S. 169–189. (doi.org)

Schmalz 1955 Schmalz, G.G.: Zur Geschichte des Worters „Verein“. In: Monatshefte für deutschen Unterricht. Deutsche Sprache und Literatur 47 (1955), S. 295–301.

Belegauswahl #

Geliebtester Freund, mein frühzeitiges Ausgehen in die Clubb ist mir nicht gut bekommen, ich habe noch acht tage nachher die Stube hüten müßen. Eine gute Gelegenheit Recensionen zu machen, aber eine Gelegenheit sein Amt zu verliehren!

Gleim, J.W.L./Ramler, K.W./Schüddekopf, C.: Briefwechsel zwischen Gleim und Ramler. Bd. 242. Stuttgart 1906, S. 214. (books.google.de)

[…] oder kommen sie mit Hempeln oder mit beyden. Wir wollen unsre Clubb wieder aufrichten. Herr Dähnecke ist ein neuer Recrüte und soll lachen so ernsthaft er aussieht!

Gleim, J.W.L./Ramler, K.W./Schüddekopf, C.: Briefwechsel zwischen Gleim und Ramler. Bd. 242. Stuttgart 1906, S. 258. (books.google.de)

Und zudem, iſt hier wohl die Haͤlfte der Ungezogenheiten, die die Klotziſche Bibliothek gegen die beſten Schriftſteller Deutſchlandes bewieſen? und iſt bey einem Klub, wo ſanfte Kritik den Lauf des Muthwillens nicht ſtoͤren kann, ein andrer Weg moͤglich?

Herder, Johann Gottfried von: Kritische Wälder. Oder einige Betrachtungen die Wissenschaft und Kunst des Schönen betreffend, nach Maasgabe neuerer Schriften. Drittes Wäldchen noch über einige Klotzische Schriften. Riga: Hartknoch 1769, S. [9]. (deutschestextarchiv.de)

[…] Zum Ueberfluß beſuchte ich noch einen Klub bei Buſch auf dem Rathskeller, wozu ich ſchon laͤngſt gehoͤrt hatte, und der ſich ſehr oft, allemal aber Sonntags und Freitags regelmaͤßig verſammelte. Die Leute waren alle froh, mich wieder zu ſehen, da ſie mich ſchon ſeit ſo langer Zeit nicht mehr geſehen hatten. […]Ich war uͤber alle Gewohnheit luſtig, und dies kam dem Ex-Schuſtermeiſter Michaelis, welcher eben auch zu dieſem Klub gehoͤrte, ſo befremdend vor, daß er nach ſeiner Art Anmerkungen daruͤber machte. Man ſtutzte aber nicht wenig, als ich meinen Entſchluß, Soldat zu werden, deutlich genug zu verſtehen gab.

Laukhard, Friedrich Christian: F. C. Laukhards Leben und Schicksale, von ihm selbst beschrieben und zur Warnung für Eltern und studierende Jünglinge herausgegeben. Ein Beitrag zur Charakteristik der Universitäten in Deutschland. Zweiter Theil. Halle: Michaelis und Bispink 1792, S. 234. (deutschestextarchiv.de)

Die Kaffeehäuſer und Clubbs für den Mann, die Spatziergänge und Spatzierfahrten für die Frau, und die ſchönen Luſtörter auf dem Lande für beyde. […]Dabey iſt der größte Vortheil, daß auch unſer runder Tiſch ganz beſetzt iſt und es dem Vater unmöglich wird Freunde zu ſehen, die ſich nur deſto leichtfertiger über ihn aufhalten, je mehr er ſich Mühe gegeben hat ſie zu bewirthen.

Goethe, Johann Wolfgang von: Wilhelm Meisters Lehrjahre. Ein Roman. Dritter Band. Frankfurt (Main) 1795, S. 21. (deutschestextarchiv.de)

Der Taube unterhielt durch ſeinen Viſirſtab und ſeine Zuͤndruthe, die er an den Tiſch ſtemmte, die freieſte Kommunikation mit dem ganzen Klub und ſah ſeinem arbeitenden Bruder, wie er ſaͤgte und hielt. […]Matthieu, der den Vorſchneider liebte, aber die Wahrheit noch mehr, konnte ſeinetwegen die Reflexionen uͤber die gekroͤnten Erſtgeburten nicht unterſchlagen, ſondern er merkte frei an, man ſollte wenigſtens unter der regierenden Familie, wenn auch nicht unter dem Volke die Wahl haben. »Jetzt denken wir nicht einmal »wie die Juden, bei denen zwar eine halbthieriſche »Mißgeburt noch die Rechte eines Erſtgebornen hat, »aber doch keine ganze thieriſche.

Jean Paul: Hesperus, oder 45 Hundsposttage. Eine Biographie. Zweites Heftlein. Berlin: Matzdorff 1795, S. 286. (deutschestextarchiv.de)

Die Zauberkraft eines aͤhnlichen Herzens trieb bald den Regierungsrath Flamin in ihre karteſtaniſchen Wirbel: ſie waren kaum acht Tage da, ſo hatten ſie mit ihm ſchoneinen Klub beim Kaplan gehalten. Er verſprach ihnen auf Oſtern das Geſicht ihres Landsmannes Sebaſtian; und den edeln Maz hatt’ er gleich anfings mitgebracht.

Jean Paul: Hesperus, oder 45 Hundsposttage. Eine Biographie. Zweites Heftlein. Berlin: Matzdorff 1795, S. 281. (deutschestextarchiv.de)

[…]Klubbiſten-Jagd jenſeit des Rheins.

Das Wort Klubbiſt, ſo fern ich es brauche, hat eine zweyfache Bedeutung. […] Einmal im engern Verſtande bedeutet es ein Mitglied irgend eines Klubbs d. i. einer zur Verbreitung der franzoͤſiſchen Grundſaͤtze von Freyheit und Gleichheit errichteten Volksgeſellſchaft. Im weitern Sinne bezeichnet es jeden, der dem neufraͤnkiſchen Syſteme hold iſt, oder ein Vertheidiger irgend eines Menſchenrechts. Im lezten Sinne hat alſo das Wort Klubbiſt mit den Woͤrtern Demokrat, Jacobiner, und andern aͤhnlichen, beynahe gleiche Bedeutung.

[…]Wir lernten dieſes Wort, das in England jedes Mitglied einer geſchloßnen Geſellſchaft ebenfalls anzeigt, erſt am Rheine kennen, nachdem wir vom Maynzer Klubb naͤhere Nachricht einzogen. Wie verhaßt die Klubbiſten bey den Preußen groͤßtentheils geweſen ſind, laͤßt ſich leicht denken.

Laukhard, Friedrich Christian: F. C. Laukhards Leben und Schicksale, von ihm selbst beschrieben. Dritter Theil, welcher dessen Begebenheiten, Erfahrungen und Bemerkungen während des Feldzugs gegen Frankreich von Anfang bis zur Blokade von Landau enthält. Leipzig: Fleischer 1796, S. 337. (deutschestextarchiv.de)

In Lyon hatte ſich eben ſo, wie in den meiſten franzoͤſiſchen Staͤdten, ein ſtarker Klub von Volksfreunden, oder Jakobinern geſammelt, der aber freylich nur ſehr wenige von den Großen und Reichen unter ſeine Mitglieder zaͤhlte.

Laukhard, Friedrich Christian: F. C. Laukhards Leben und Schicksale, von ihm selbst beschrieben. Vierten Theils erste Abtheilung, welche die Fortsetzung von dessen Begebenheiten, Erfahrungen und Bemerkungen während des Feldzugs gegen Frankreich enthält. Leipzig: Fleischer 1797, S. 345. (deutschestextarchiv.de)

Gegen Abend ins Schießhaus. Daselbst Nachtessen mit dem Klubb. Sehr schöne Nacht.

von Goethe, J.W./Sophie, G.D. u. a.: Werke. 1891, Teil 3, Bd. 4. S. 232. (books.google.de)

Sie wuͤrden mich alle Tage zu Tiſche laden und des Abends mitnehmen in ihre Theegeſellſchaften und Clubs, und ich koͤnnte mit ihnen Whiſt ſpielen, Tabak rauchen, politiſiren, und wenn ich dabey gaͤhnte, hieße es hinter meinem Ruͤcken: „welch ſchoͤnes Gemuͤth! eine Seele voll Glauben!“ […]— erlauben Sie mir, Madame, daß ich eine Thraͤne der Ruͤhrung weihe — ach! und ich wuͤrde Punſch mit ihnen trinken, bis die rechte Inſpiration kaͤme

Heine, Heinrich: Reisebilder. Zweiter Theil. Hamburg: Hoffmann und Campe 1827, S. 268. (deutschestextarchiv.de)

[…]Man muß ſich überhaupt in Acht nehmen, ſo wenig wie möglich irgend etwas anders zu machen, als die Engländer, und ihnen doch auch nicht alles nachahmen, weil keine Menſchen-Race intoleranter ſeyn kann, die meiſten aber ohnedies die Aufnahme Fremder in ihre geſchloſſenen Geſellſchaften nur ungern ſehen, alle aber es für eine ausgezeichnete Faveur und Gnade halten, die uns dadurch erzeigt wird. Eine große Bequemlichkeit wenigſtens, und beſonders Oekonomie iſt der geſtattete Beſuch der Clubs bei der Theuerkeit der engliſchen Wirthshäuſer und dem Mangel an Reſtaurationen und Kaffeehäuſern nach Art des Continents, gewiß.

Pückler-Muskau, Hermann von: Briefe eines Verstorbenen. Ein fragmentarisches Tagebuch aus Deutschland, Holland und England, geschrieben in den Jahren 1826, 1827 und 1828. Dritter Theil. Stuttgart: Hallberger 1831, S. 111. (deutschestextarchiv.de)

„Jndeß wollen wir das Kind nicht mit dem Bade ausſchütten, wie ſie in Deutſchland ſagen; ich ſehe mit Entzücken dieſen Sporn zur Energie, der unſern Edelleuten keine Zeit läßt für ihren perſönlichen Ehrgeiz, aber der Strom ſoll nicht aus dem Bett treten — und nun zum Schluß: man wird genöthigt ſein, in Kurzem ſtrenge Maaßregeln gegen den Klub zu unternehmen, halten Sie ſich fern davon, meine Herren, ſprechen Sie, wo Sie können, zur Mäßigung.“

Laube, Heinrich: Das junge Europa. Novelle. Zweiten Theiles erster Band. Die Krieger. Erster Band. Mannheim: Hoff 1837, S. 208. (deutschestextarchiv.de)

7. Genoſſenſchaften fuͤr religioͤſe, ſittliche, wiſſenſchaftliche, kuͤnſtleriſche, oͤkonomiſche und geſellige Zwecke. […]Solcher Vereine iſt gerade in der neueſten Zeit wieder eine große Zahl entſtanden, welche zuweilen freilich bei ihrem kurzen Beſtande und der Unvollſtaͤndigkeit ihrer Organiſation noch keine rechte juriſtiſche Haltung in ſich tragen, oft aber ſchon zu einer feſten Begruͤndung gelangt ſind. Zu den religioͤſen Genoſſenſchaften ſind die noch erhaltenen oder wieder belebten Vereine zu rechnen, an denen der Katholicismus des Mittelalters ſo reich war; ferner die neu entſtandenen Bibel- und Miſſionsgeſellſchaften. Sittliche Zwecke werden vorzugsweiſe durch die Vereine fuͤr Armen- und Krankenpflege, fuͤr Unterricht und Erziehung verwahrloſter Kinder, fuͤr Beſſerung entlaſſener Straͤflinge, durch Maͤßigkeitsvereine u. ſ. w. angeſtrebt; wiſſenſchaftliche Zwecke durch die uͤberall verbreiteten Vereine der Naturforſcher, Aerzte, Hiſtoriker, Philologen; kuͤnſtleriſche Zwecke finden in den Kunſt- und Muſikvereinen, den Liedertafeln ihre Befriedigung; oͤkonomiſche in den Vereinen der Landwirthe und Induſtriellen, geſellige Beduͤrfniſſe, wie Spiel, Converſation, Lectuͤre, in den Klubbs, deren faſt keine Stadt mehr entbehren kann. Eine eigenthuͤmliche Stellung nehmen noch die Freimaurerlogen ein.

Beseler, Georg: Volksrecht und Juristenrecht. Leipzig: Weidmann 1843, S. 168. (deutschestextarchiv.de)

— Das sterbende Kabinet will seine Hand an die Klubs nicht legen. Die geschlossenen Klubs öffnen sich von Neuem. Vorgestern Abend schritt der gefürchtete Barbes’sche Klub de la Revolution zur Bildung seines neuen Comité’s, in welches Hervé, Thoré, Texier du Motteu, Dambel, Gouache etc. gewählt wurden. Das Präsidium dieses Klubs bleibt dem gefangenen Gründer vorbehalten. Bürger Bernard, der „wandernde“ Klubbist, geht aus aus einem Klub in den andern, von einer Barriere zur andern, um das demokratische Feuer zu unterhalten.

N. N.: Neue Rheinische Zeitung. Organ der Demokratie. Nr. 174, Donnerstag, 21. Dezember 1848. Köln 1848, S. 940. (deutschestextarchiv.de)

Binnen 4 Wochen sollen die unbeschäftigten Arbeiter aus unserer Stadt entfernt werden. Wohin? Das weiß man nicht. […]Ob und wie man sie etwa in der hiesigen oder in einer andern Provinz zu beschäftigen gedenkt; darüber verlautet eben so wenig. Wird die Maaßregel ausgeführt, so wird sie große Erbitterung und Aufregung zur Folge haben. Im demokratischen Klub giebt es jetzt lebhafte Debatten. Es handelt sich um ein Manifest an die slavischen Völkerstämme, in welchem die gleiche Berechtigung der deutschen wie der Slaven ausgesprochen werden soll. Die Demokraten beabsichtigen damit zu gleicher Zeit, den unaufhörlich von den Reaktionärs gegen die Czechen und Polen verbreiteten Lügen und Verleumdungen und der unablässigen Hetzerei entgegen zu treten. Die Beschlußnahme ist auf nächste Sitzung vertagt. Es ist erfreulich, wie zahlreich auch Damen an den Verhandlungen des Klubs die oft bis spät in die Nacht hinein dauern, mit gespannter Aufmerksamkeit Theil nehmen. […]In Oberschlesien macht die Demokratie unerwartete Fortschritte. Der konstitutionelle Central-Verein strengt sich vergeblich an, durch Austheilung von Kartoffeln Propaganda zu machen. Am 15. d. M. tritt ein Kongreß von Abgeordneten sämmtlicher Demokraten Schlesiens zusammen, um die Parthei fest zu organisiren.

N. N.: Neue Rheinische Zeitung. Organ der Demokratie. Nr. 34, Dienstag, 4. Juli 1848. Köln 1848, S. 168. (deutschestextarchiv.de)

In Heidelberg verbietet man den demokratischen Studentenverein auf Grund eines Paragraphen der Wiener Konferenzbeschlüsse, die längst alle Gültigkeit verloren haben; in Stuttgart schließt man den demokratischen Klub ohne Weiteres, und im Odenwalde versucht man mit Hülfe des Militärs die republikanischen Sympathien auszurotten. In Michelstadt und Umgegend sind bereits zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Doch was noch schlimmer als das ist, man läßt durch das Militär noch die letzten Vorräthe der armen Leute aufzehren, man bestraft sie dafür, daß sie keine Steuern mehr entrichten können, man befürchtet, daß der Hunger nicht früh genug seine Opfer fordern möchte.

N. N.: Neue Rheinische Zeitung. Organ der Demokratie. Nr. 53, Sonntag, 23. Juli 1848. Köln 1848, S. 262. (deutschestextarchiv.de)

Gestern Abend hat eine große Anzahl von Abgeordneten der vereinigten Klubs der Linken: Donnersberg, Deutscher Hof, Nürnberger Hof und Westend-Hall, sich zum Behuf kräftigen Zusammenwirkens für das Recht und die Freiheit des deutschen Volks als Verein unter dem Namen März-Verein konstituirt; die Abgeordneten Raveaux aus Köln, v. Trützschler aus Dresden und Eisenmann aus Nürnberg zu Vorsitzenden, Spatz aus Frankenthal zum Schatzmeister, Max Simon aus Breslau, Raus aus Mähren und Wesendonck aus Düsseldorf zu Schriftführern gewählt. Die Mitglieder des linken Centrums: Würtemberger Hof, sind ebenfalls zum Beitritt eingeladen.

N. N.: Neue Rheinische Zeitung. Organ der Demokratie. Nr. 154, Dienstag, 28. November 1848. Beilage. Köln 1848, S. 815. (deutschestextarchiv.de)

Wie wir schon in der heutigen Zeitung erzählten, war am 20. der Charlottenburger demokratische Verein von Pöbel und Bürgern überfallen und gesprengt worden. […]Es stellte sich im Laufe des 21. heraus, nicht nur, daß dabei unerhörte Brutalitäten stattgefunden, sondern auch, daß die Bürgerwehr sich dabei betheiligt, daß die Behörden den Pöbel aufgehetzt und bestochen, daß das Militär ruhig zugesehen hatte. Der Superintendent und der Gerichtsrath hatten den Lumpenproletariern 10 Sgr. per Mann gegeben. Diese, mit Bürgerwehrmännern untermischt, stürzten über den Klub her, rissen Bruno Bauer und seinen Bruder Egbert an den Haaren die Treppe hinunter auf die Straße, mißhandelten sie sowie andre Klubmitglieder auf die brutalste Weise, und der Polizeikommissar stand dabei und rief: schlagt soviel ihr wollt, schlagt nur keinen todt!

N. N.: Neue Rheinische Zeitung. Organ der Demokratie. Nr. 83, Mittwoch 23. August 1848. Zweite Beilage. Köln 1848, S. 425. (deutschestextarchiv.de)

— In der bekannten Flitt’schen Reitbahn hält seit einigen Tagen ein demokratischer Klub seine Sitzungen. Früher hielten dort Nationalgarden eine Art Klub. Gestern Abend wollten sie ihr altes Lokal mit Gewalt wieder einnehmen. Da gab’s einigen Lärm, der mit dem Siege der Demokraten endigte.

N. N.: Neue Rheinische Zeitung. Organ der Demokratie. Nr. 143, Mittwoch, 15. November 1848. Köln 1848, S. 743. (deutschestextarchiv.de)

[…]Jn Welthändeln ist das auch der Fall, und die alte Lehre, daß man unaufhörlich sich wieder an den Punkt zurückwenden soll, von dem man ausgegangen war, darf nie vergessen werden. So wird es denn auch nicht ohne Nutzen sein, in der Discussion, die gegenwärtig zwischen Oesterreich und Preußen geführt wird, die Ausgangspunkte wieder aufzusuchen und von da ab den weiteren Weg zu verfolgen. [...] Oesterreich und Preußen waren damals beide mit Mühe wieder Herr ihrer Hauptstädte geworgen; noch standen die Gewitter am Horizonte, noch war Deutschland in stürmischer Bewegung, beherrscht von Clubbs, Märzvereinen, demokratischen, vaterländischen Vereinen, und wie sie heißen, die alle mehr galten und mehr vermochten, als die Regierungen. […]Jn Frankfurt braute man das „Rattengift der Grundrechte“, um den Regierungen das Vereinbaren auszutreiben. Da fühlte man in Wien und Berlin, daß man nicht sicher sei, so lange dieser Zustand Deutschlands daure.

N. N.: , Die Bayerische Presse. Eine constitutionell-monarchische Zeitung. Würzburg (Bayern) 1850. (deutschestextarchiv.de)

Schliesslich ist noch eine Classeneinrichtung mancher Clubs zu erwähnen; danach theilen sich sämmtliche Mitglieder nach ihrer Stärke in einzelne Klassen, indem z. B. die erste der zweiten einen Springer, der dritten einen Thurm u. s. w. vorgiebt. Ueber die Klassenfähigkeit und Versetzung hat dann der Schachmeister nach gewissen Bedingungen, z. B. nach einer bestimmten Anzahl gewonnener Spiele, zu entscheiden. […]Diese Anordnung, nach welcher z. B. im Club zu Nymegen die Mitglieder nur unter den Bedingungen ihrer Klasse spielen dürfen, mag gewiss günstige Resultate für den Fortschritt erzielen; ihre allgemeine Einführung möchte aber in vielen Gesellschaften auf unüberwindliche Schwierigkeiten stossen.

Lange, Max: Lehrbuch des Schachspiels. Halle (Saale): Schroedel & Simon 1856, S. 234. (deutschestextarchiv.de)

[…]Anmerkung. Genial hat Moritz Retzsch das Schachspiel zu einer sinnigen Zeichnung benutzt, indem er den Kampf eines Spielers mit dem Teufel darstellte, sinnreiche Allegorien beim Ausdruck der Schachfignren und der Umgebung beider Spielenden anbrachte und das Ganze durch den Federstrich des Meisters weihte. Man findet eine ausführliche Beschreibung in dem umfassenden literarischen Werke von Anton Schmidt. In neuerer Zeit haben wir viele geistvolle Oelgemälde und vorzüglich feine Stahlstiche gesehen, denen Schachideen zu Grunde liegen. — Von grosser Wichtigkeit ist die Technik, welche sich auf der einen Seite mit der äusseren Gestaltung der Schachfiguren zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Ländern beschäftigt, auf der anderen Seite die bequemsten und zweckmässigsten Formen für die Bildung der Figuren zu ergründen hat. In letzterer Beziehung dürfen für den Gebrauch der Schachclubs wohl nur grosse Bretter und dauerhafte Figuren (am Besten von Buxbaum und Pockholz) empfohlen werden. Bei der Form mag man drei Typen von einander scheiden.

Lange, Max: Lehrbuch des Schachspiels. Halle (Saale) 1856, S. 250. (deutschestextarchiv.de)

[…]An den Herrn Abgeordneten Dr. v. Plener iſt nachfolgendes Schreiben gelangt: Euer Hochwohlgeboren! Der deutſche Fortſchrittsverein in Nikolsburg hat in ſeiner letzten Verſammlung nachſtehende Reſolution gefaßt: „Der deutſche Fortſchrittsverein in Nikolsburg ſpricht den hochverehrten Mitgliedern der liberalen Partei des h. Herrenhauſes, des deutſchöſterreichiſchen Clubs und des deutſchen Clubs im h. Abgeordnetenhauſe, insbeſonders aber den Herren Rednern in den Adreßdebatten für das in denſelben ſo einmüthig, muth- und ruhmvoll bewährte Eintreten für die Einheit des öſterr. Staates und die Rechte des deutſchen Volkes innigſten Dank und begeiſterte Anerkennung aus. […]Geſtatten Euer Hochwohlgeboeen den ehrerbietigſt Unterzeichneten, Ihnen als dem Obmanne des deutſch öſterr. Clubs im h. Abgeordnetenhauſe im Auftrage und im Namen des deutſchen Fortſchrittvereins in Nikolsburg dieſe Reſolution mit der Bitte zu unterbreiten, daß Euer Hochwohlgeboren ſo gütig ſein wollen dieſelbe den hochverehrten Mitgliedern des deutſch-öſterreichiſchen Clubs zur Kenntnis zu bringen. […]

N. N.: Nr. 279, 4. 12. 1885. In: Mährisches Tagblatt. Czernowitz 1885, S. [4]. (deutschestextarchiv.de)

„Ach Lene, wie Du mich verwöhnſt. Aber Du darfſt es mir nicht ſo feierlich präſentiren, das iſt ja wie wenn ich im Klub wäre. Du mußt es mir aus der Hand bringen, da ſchmeckt es am beſten. Und nun gieb mir Deine Patſche, daß ich ſie ſtreicheln kann. Nein, nein, die Linke, die kommt von Herzen.

Fontane, Theodor: Irrungen, Wirrungen. Leipzig: Steffens 1888, S. 31. (deutschestextarchiv.de)

Das Leben in Adelaide ist wie in den beiden anderen australischen Grossstädten ein sehr reges und bewegtes. […]Man liebt hier trotz aller Thätigkeit im Geschäfte doch auch Zerstreuung und Vergnügen. Zeugniss hiefür geben die zahlreich vorhandenen Clubs (darunter auch ein deutscher) und die Vereine für alle Zweige des Sports und der Geselligkeit überhaupt, der man sich mit Eifer hingibt. […]Auch die weitere Umgebung der Stadt verlockt zu lohnenden Ausflügen, deren Ausführung die Eisenbahnen wesentlich erleichtern.

Lehnert, Josef von: Die Seehäfen des Weltverkehrs. II. Band. Häfen ausserhalb Europas und des Mittelmeerbeckens. Hrsg. von Alexander Dorn. Wien 1892, S. 764. (deutschestextarchiv.de)

„Ich will mich überhaupt so wie so nicht verheirathen“ rief sie überlaut. Da ging die Thür auf, und die Mutter des Mitglieds, bei dem grade der Klub abgehalten wurde, erschien mit prüfendem lauerndem Blick auf der Schwelle.

Akunian, Ilse: Flügel auf! Novellen. Berlin 1895, S. 204. (deutschestextarchiv.de)

Zunächst nahm sie ihren Gerhart ins Gebet, der auch nicht gerade in rosiger Laune herumlief und mehr Zeit in seinen modernen Klubs und Vereinigungen verbrachte, als ihr lieb war.

Duncker, Dora: Großstadt. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [zuerst 1900], S. 17677. [DWDS]

Die „Alpina“ ist allmählich zum unentbehrlichen Sprechsaal geworden, in welchem gerade in der letzten Zeit die aktuellen Angelegenheiten des Clubs eingehend besprochen wurden. Es liegt dies sehr im Interesse des Clubs und einer sachgemäßen und fruchtbringenden Erledigung der Geschäfte der Abgeordnetenversammlung. Manche weitschweifige Diskussion kann vermieden werden, wenn sich die Meinungen vorher durch aufklärende Besprechungen in der „Alpina“ geläutert haben.

Schweizer Alpen-Club (Hrsg.): Jahrbuch des Schweizer Alpen-Clubs. 36. Jg. Bern, 1901 (= Digitale Ausgabe des Instituts für Computerlinguistik der Universität Zürich 2018 [zuerst 1901]). (deutschestextarchiv.de)

Hat der Mann trotz alledem das Begehren, als Herr im Hause zu gelten, so erkläre er in der ersten Woche seiner Vaterschaft ganz energisch, so oft er sich bei Energie fühlt, er gehe zum Speisen und zum Abendessen in ein Restaurant, in ein Hotel, oder in den Klub.

Stettenheim, Julius: Der moderne Knigge. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [zuerst 1902], S. 15500. [DWDS]

Seit Herbſt v. J. findet ſich in Herrn Prendinger’s Gaſthaus alle Donnerstag abends eine gemütliche Geſellſchaft zuſammen, die ſich mit Scheibenſchießen unterhält. Nicht nur von Berndorf, ſondern auch von Grillenberg und Hernſtein finden ſich Liebhaber dieſes Sportes und ſei an dieſer Stelle dem Schützenmeiſter Herrn Rhunau, welcher ſich um die Gründung des Klubs beſonders verdient machte, ein kräftiges „Schützen Heil!“ zugerufen.

N. N.: Nr. 47, 10. 6. 1908. In: Badener Zeitung. Baden (Niederösterreich) 1908, S. 5. (deutschestextarchiv.de)

Der Präſident des Abgeordnetenhauſes Dr. Sylveſter hatte einen Kranz mit der Schleifeninſchrift „Das Abgeordnetenhaus des Reichsrates“ niederlegen laſſen, ebenſo der Klub der Mehrheit des niederöſterreichiſchen Landtages, die Antiſemitiſche Vereinigung durch den Obmann Abg. Baumann und der Wiener Gemeinderat.

N. N.: Nr. 308, 4. 7. 1914. In: Reichspost. Wien 1914, S. 3. (deutschestextarchiv.de)

„Etwas Gediegenes muß es ja wohl sein.“ Weniger in der Öffentlichkeit bekanntgeworden ist, was der Klub sonst noch geleistet hat. Nämlich einmal in der Förderung der Landeskundlichen Arbeiten, gemeinsam mit der Universität, und dann als eine Art Pflegemutter der „Ländervereine“, die – eine hamburgisch-bremensische Spezialität – an kulturellen und geschäftlichen Beziehungen zu bestimmten Ländergruppen interessierten Kreise zusammenzuführen.

N. N.: Von Barbarossa bis François-Poncet. In: Die Zeit, 4. 5. 1950, Nr. 18. [DWDS] (zeit.de)

„Nein, die heben wir noch als Reserve auf“, wurde Inge taktisch. „Außerdem spielen die heute nachmittag Tennis in dem neuen Club, zu dem ihnen Asmus den Beitritt bezahlte. Los, spuck in die Hände, binde einen reinen Kragen um, und komm! “

Morris, Gerda: Brigitte wehrt sich, Düsseldorf: Iltis 1952, S. 223. [DWDS]

Gestreifte Krawatten wären vielleicht zu ihnen zu rechnen, denn sie können die Zugehörigkeit zu einem College, einem Klub oder einer sonstigen Institution bedeuten.

Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [zuerst 1956], S. 449. [DWDS]

Der Klub der sozialistischen Abgeordneten, der nachher zusammentrat, nahm den Beschluß der Parteivertretung mit Genugtuung auf.

N. N.: Regierungsparteien beschließen Parlamentsauflösung und Neuwahl am 13. Mai. In: Archiv der Gegenwart, 2001 [zuerst 1956], S. 5653. [DWDS]

Über 30000 Jazzbegeisterte strömen aus allen Landesteilen zusammen, wenn während des Internationalen Dixieland Festivals in Dresden vier Tage und vier Nächte lang die Stadt dem Traditional Jazz gehört. Dresden hat auch mit der «Tonne» der örtlichen Jazz AG den einzigen festen Klub mit ständigem Programm in der DDR. Die Spitzenstars des Free Jazz treffen sich dagegen auf der «Jazzbühne Berlin», dem mittlerweile größten internationalen Jazzereignis im Lande.

Ketman, Per u. Wissmach, Andreas: DDR – ein Reisebuch in den Alltag, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1986, S. 129. [DWDS]

Daß in diesem hochexplosiven Gemisch nicht wie in Paris oder Marseille bereits Häuser und Autos in Flammen aufgegangen sind, ist dem dänischen Wohlfahrtsstaat zu verdanken. Viele hundert Millionen Kronen gibt er jährlich für sinnvolle Freizeitaktivitäten aus; vier von fünf dänischen Kindern verbringen gegen ein geringes Entgelt den Nachmittag oder Abend in einem Club oder in einer Jugendschule. Dem üppigen Angebot kann sich kaum einer entziehen.

Klingst, Martin: Alles unter Kontrolle. In: Die Zeit, 23. 1. 1998, Nr. 5, S. 6. [DWDS]

Eine Zeitlang war er Mitglied, sogar Vorstand des »Vereins zur Pflege des heimatlichen Plattdeutsch« gewesen, einem Club von Ärzten, Anwälten, Architekten, Lehrern und ein paar Richtern und Unternehmern, die zweimal monatlich an einem Stammtisch eine Art Honoratioren-Platt pflegten.

Degenhardt, Franz Josef: Für ewig und drei Tage, Berlin: Aufbau-Verl. 1999, S. 100. [DWDS]

Die meisten Klubs dürften bisher die wichtigsten Voraussetzungen nicht erfüllen: Ihnen fehlen mittelfristige Pläne, wie der Verein vom sportlichen Auf und Ab unabhängiger gemacht und kontinuierlich wirtschaftlich entwickelt werden soll.

Marc Brost und Gunhild Freese: Angst vor dem Eigentor. In: Die Zeit, 27. 1. 2000, Nr. 5, S. 24. [DWDS]

Herr Lehmann fand genug Zeit, die Flaschen in die Kühlung zu tun, die meisten Leute hatten jetzt ihr Bier, wenn auch warmes, und die Kneipe begann sich auch schon wieder zu leeren, der Zenit war für das Einfall für heute nacht überschritten, die Leute zogen weiter in irgendwelche anderen Kneipen und in Clubs und Discos und was wußte Herr Lehmann was.

Regener, Sven: Herr Lehmann, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2006 [zuerst 2001], S. 212. [DWDS]