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Slum

Slum begegnet im Deutschen erstmals Ende des 19. Jahrhunderts. Es wird aus dem Englischen entlehnt. Bis heute nicht geklärt ist die Herkunft des englischen slum. Frühe Verwendungen im Deutschen sind in der Regel in Bezug auf England und Amerika bezogen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wird Slum auch allgemeiner für ›Elendsviertel‹ verwendet. Auch wenn das Wort ab der Mitte des Jahrhunderts gelegentlich auch für deutsche Verhältnisse stehen kann, bleibt doch die überwiegende Verwendung auf ausländische, zumal außereuropäische Gebiete bezogen. Als Ableitung von Slum entsteht in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Verslumung.

Deutsches Wörterbuch

exit_to_app von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm

spöttig

spott habend oder mit sich führend, in activer und passiver bedeutung; mhd. spotic, spottec. 1) activ, spott treibend, spottend: ironicus spottig Dief. 309ᵇ; von den übermütigen, torechten, spöttigen menschen setzet der weis ein solche fabel. Steinhöwel Aesop (1569) 30ᵇ; sie seint spöttig. Keisersberg narrensch. 43ᵈ; in Isleven wont ein wirt, der was spöttig. Murner Ulenspiegel 78, s. 114 Lappenberg (nachher spöttisch); als substantiv spöttig joculator Maaler 381ᵇ; wollt also ein ernstliche sache mit seiner spöttigen antwort nach seiner gewonheit abweisen und hinnemen. Steinhöwel Aesop 147ᵇ; den ir verachten und urtheilen mit ewren spottigen zungen. Paracelsus opp. 2, 245 C; ein spotic man, der wîbe und manne spoten kann. Ulr. v. Lichtenstein 618, 29; und ersiht die (eine witwe) ein spotic man, der kumt si sâ mit spoten an: er sprichet 'seht wie daʒ wîp tuot'. 619, 17; daʒ du in erge hâst gesprochen durch dînen spottegen valschen munt, daʒ wirt dort an der helle grunt — gehabe dich wol! — vil sûre an dir gerochen. R. v. Zweter 212, 10, s. 516 Röthe; di gên Christo spottic gewesen wâren, vur di bat unser hêre vlîʒlich hî. kreuziger 8656 Khull. 2) passiv, den spott anderer hervorrufend, erfahrend: spöttig, desz spotts wol wärdt, deridiculus. Maaler 381ᶜ; es ist spöttig oder lächerig, deridiculum est. ebenda; du murmelst in dir selber und sprichst: o du lecherliches spöttichs haubt. Keisersberg pred. an bischof Albrecht 7ᵇ; etliche ... seint wie die affen, was sie sehen und hören spottiges, das künnen sie nachthun. narrensch. 135ᵃ; nugae das seind leichte spöttige ding, es sei in worten oder in werken. brösaml. 1, 95ᵇ; das er alle räth, die nit aus jm kummen ... zuͦ wasser macht und in ein spöttigs end bringt. S. Franck chronica 189ᵇ; es ist etwas mehr denn spöttig, dasz die artzt so gar nit wöllen in die rechten bücher der artzney. Paracelsus 1, 268 A. das wort verschwindet nach dem 16. jahrh. aus der schriftsprache, soweit es nicht in der folgenden bildung dauert, lebt aber noch in oberdeutschen mundarten, von wo es sich gelegentlich in die sprache der schriftsteller, die sich an die mundart anlehnen, verliert: ah, sagt das bürschel, und lacht dabei so spöttig. Anzengruber 5, 141. — vgl. auch gespöttig.

Fremdwörter

exit_to_app aus: Deutsches Fremdwörterbuch

Magnetiseur

M. am Ende des 18. Jahrh. übernommen aus frz. magnétiseur, wodurch die ältere deutsche Form Magnetist verdrängt wurde (1787 Journal der Moden II 116 u. ö., 154 f. Börne 1821 Br. a. Frkf. [III 221]). 1788 erschienen zu Straßburg Nouveaux Extraits des journaux d'un Magnétiseur depuis 1786, vgl. J[...]

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