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Team

Team wird um 1900 aus dem Englischen entlehnt, und zwar zunächst als Ausdruck des Sports. Als Anglizismus ist das Wort anfänglich Gegenstand (vergeblicher) Sprachreinigungsbemühungen; es setzt sich aber ab ca. 1910 durch. Seit den 1940er Jahren wird Team dann auf die Arbeitswelt übertragen und bedeutet hier ‚Arbeitsgruppe‘, jünger auch ‚Belegschaft (eines Betriebes)‘.

Deutsches Wörterbuch

exit_to_app von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm

schlenkern

daneben auch slengern (s. dies oben), weiterbildung zu slenken, slengen, mit dem fem. slenker, slenger zu schlingen gehörig; über den durchgehenden wechsel von g und k vgl. unter slenken. ahd. slenkiren, jactare Graff 6, 796, mhd. mnd. slenkern mhd. wb. 2, 2, 405ᵃ. Lexer mhd. handwb. 2, 972. Schiller-Lübben 4, 233ᵇ. die neuere schriftsprache wendet das verbum in der allgemeinen bedeutung von schleudern nicht mehr an, sondern nur wenn ein hin und her bewegendes, schüttelndes oder nachlässiges schleudern oder schwingen gemeint. mundartlich dagegen ist das wort in freierer beweglichkeit gebräuchlich, vgl. Schm. 2, 529. Klein prov.-wb. 2, 120. Schöpf 621. Schmidt 189. Kehrein 351. Frischbier 2, 285ᵃ, ferner das unter den belegen angeführte. neben schlenkern findet sich in der schriftsprache die schreibung schlänkern. so schreibt z. b. Steinbach schlänckern 2, 438, schlänkern Göthe in der unter 1 angeführten stelle; oberd. auch schlanggern, schlankern Hintner 221, nd. in gleichem sinne slingern brem. wb. 4, 822. 1) mit der schlenker, der schleuder werfen, dann schleudern überhaupt; vgl. schlenkerer. schleuderen, schlenkeren, mittere lapides in aerem Schottel 1401; schlenkeren, projicere, profundere, abjectare, trudere cum impetu Stieler 1856; die von ihm gegebenen beispiele zeigen völlig freien gebrauch des verbums: den stein mit der schleuder schlenkern; geschlenkerter spiesz; geh, oder ich will dich schlenkern, abi, aut praecipitem te dabo; einen in brunn hinab, ins wasser hin-, zur thür hinaus-, zur treppe hinunder-, zur erden, etwas um den kopf schlenkern, vgl. ein kind an die wand schlenkern. Frisch 2, 197ᵃ. schon früh aber zeigt das verbum neben der allgemeineren bedeutung, wie sie in den folgenden belegen aus älterer sprache zum theil noch deutlich hervortritt, eine verengerung des sinnes auf die schüttelnde, hin und her schwingende bewegung, mit der man etwas von sich entfernt, wegschleudert, z. b.: den kot von schuhen abschlenkern. Stieler 1856; einem koth ins gesicht schlenkern, rotz an die wand schlenkern (vgl. schlenkerer, schlenkerling) Frisch 2, 197ᵃ; die räder eines wagens schlenkern einem koth an die kleider. Adelung; sich die pantoffel von den füszen schlenkern u. ähnl.; und slenkerten in und zugent in daʒ wasser. quelle bei Schmeller 2, 529; du schlenckerst es (das kind) aber eben von dir wie ainen hund den man in das wasser würfft. Keisersberg has im pfeffer Ff 3ᵃ; wider das glasz darff man nit machmas gewerff schlenckern und bölern wie in einem feld. narrensch. 74ᵈ; sy ist gleich der schlangen, die sancto Paulo an der (ergänze hand) bleib hangen, da er holtz rasplet, die schlengert er in das feuer. 157ᵃ; er aber schlenckert das thier ins fewr. ap. gesch. 28, 5; obschon meine feinde mich hin und wieder schlenckern. Olearius pers. baumg. 7, 28; die stange schlenkerte mich vorwärts über 6 schritte in den mühlcanal. Pierot 1, 6; der knabe schlenkerte die weiten stiefeln von den füszen, statt sie auszuziehen. Auerbach dorfgesch. 1, 192; oder magst dich der gleichen stellen, als hetstus (den rotz in die schüssel) ja nein schlenckern wöllen. Grobian. 914 neudruck; (der hase spricht zur schildkröte vor dem wettlauf:) gut ists, das ich nicht wie der fuchs hab einen schwanz, du wirst sonst flugs dich wie der krebs auch hengen dran, das ich dich zum zil schlenckert dan. Fischart 3, 267, 196 Kurz; dasz er begunnt den münch beym halse zu ergreiffen, und als er rumb gedreht hett' zwey und drey mal jhn, da schlenckert' in die lufft er jhn zum meere hin. D. v. d. Werder Ariost 28, 6, 4. hin und her schütteln, ohne fortzuschleudern: schlänkert die geliebten bissen, sie gemächlich zu verschlucken. Göthe 14, 96. in einer für das neuere sprachgefühl eigenthümlichen anwendung: gên dem si (das mädchen) slenkert ir gemüete. renner 12628. sich schlenkern, in besonderer anwendung, kreisförmig schlingen, winden: die schlange schlenkerte sich mir um den arm. Schmidt 189; ähnlich intransitiv, nd. dörslänkern, sich durchwinden, durchhelfen Woeste 239ᵃ. 2) besonders von schleudernder, schwingender bewegung der gliedmaszen: die armen schlänckern, brachia jactitare Steinbach 2, 438; das armschlenkeren, projectio Schottel 1401. die beine schlenkern, beim sitzen sie hin und her schwingen, sie baumeln lassen; aber auch von schlottrigem gange Vilmar 355. in gleichem sinne: mit den armen, händen, beinen, füszen schlenkern, intransitiv: alle seine glieder schlenkern, der arm schlenkert hin und her, die beine schlenkern lassen u. ä.: schlenkert mit der hand. Fr. Müller 3, 235; wenn ich einen langen weg vor mich hingehe, und der arm an meiner seite schlenkert. Göthe 16, 200; sie schlenkern im gehen alle mit den armen. 27, 75; und wenn ich so mit den armen schlenkre. Tieck 5, 20; faust, die er dräuend nach vorwärts in die luft schlenkerte. Immermann Münchh. 3, 152; (ich gieng) nach dem grieslerladen, wo ich mit den füszen schlenkerte und mein lied zwischen den zähnen summte. Grillparzer 11, 285; sie hatte sich beim arbeiten einen finger geritzt, und obgleich sonst gar nicht weichlich, schlenkerte sie mit der hand hin und her. 288; wobei er mit seinen langen armen ... wichtig schlenkerte. Ludwig 2, 496; mein glockenschwengel hieng allein und schlenkeret mir umb die pein. fastn. sp. 124, 16; wie dürres laub wankt in der lüfte wehn, wenn mark und kraft des stamms der winter aufgezehrt, so schlenkern sie (die arme), ein unnütz todtes glied. Grillparzer 10, 152. sich ein glied verschlenkern, verrenken Schm. 2, 529. auch von gegenständen, die am körper getragen werden: zum wahrzeichen lasset das schurtzfell durch die löwen-haut hervor schlenckern. A. Gryphius 1, 721; während ihm dabei der degen, den er nach alter art durch die rocktasche gesteckt hatte, zwischen die beine schlenkerte. Arnim 2, 198; wie sie mit dem hut schlenkert und kokettirt, als wär ihr schon irgend ein laffe gewisz. schlenkert sie nicht deutlich: die männer sind ja billig heutzutag. Ludwig 3, 525. 3) von der schaukelnden, schwingenden bewegung eines schiffes (vgl. schlingern), intransitiv: damit das schiff in dem trefflichen hin und wieder taumeln und schlenckern nicht konte überschlagen. Mandelslo morgenl. reisebeschreib. 115 (herausg. von Olearius); mein schiff das ohne seegel schwebt, stets schlenkert, stauchet, zittert, bebt. irrgarten 487. ebenso von einem wagen: de wagen slenkerd al hen un wër. ten Doornkaat Koolman 3, 196ᵃ; hiernach auch wieder transitiv: der wagen hat uns nicht schlecht geschlenkert. 4) intransitiv, nachlässig, gemächlich, müszig ohne zweck umhergehen, dann freier, sich herumtreiben (vgl. schlenkeln 2 und schlenkerer). Frisch 2, 197ᵃ. Kehrein 351. Mi 80ᵇ; hê slenkerd de strate langs. ten Doornkaat Koolman 3, 196ᵃ; under der stunde der predige schlenkeren ghan up dem marckede, vor dem dore. quelle bei Schiller-Lübben 4, 233ᵇ; da gehet man unter der predigt spaciren auff dem marckt und schlenckern umb den graben. Luther 6, 337ᵃ; er kan nicht mehr als die gassen und pflaster treten, schlenckern gehen. quelle bei Frischbier 2, 285ᵃ. 5) in gleichem sinne wie schlenkeln 3 von dienstboten, aus dem dienst gehen, den dienst wechseln Birlinger 397ᵇ. Schmid 464. vgl. schlenkerbraten 3, schlenkermagd, schlenkertag.

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