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Gesellschaftsordnung

Das Kompositum Gesellschaftsordnung begegnet bereits im 17. Jahrhundert, hier vornehmlich in Bezug auf die „Fruchtbringende Gesellschaft“ und in der Bedeutung ›gesellschaftliche Rangordnung einer Vereinigung von Menschen mit gemeinsamen Zielen‹. Auch in späteren Jahrhunderten wird das Wort in Bezug auf solche Vereinigungen verwendet, kann nun mindestens partiell aber auch die (rechtlichen) Statuten eines solchen Zusammenschlusses bezeichnen. Die heute dominante Lesart ›Struktur, innere Ordnung der Gesamtheit von Menschen, die zusammen unter bestimmten politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Verhältnissen leben‹ bildet sich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts aus. Sie weist gewisse semantische Überschneidungen mit Staatsordnung auf, das allerdings stärker als Gesellschaftsordnung auf die politischen, rechtlichen und verwaltungstechnischen Grundlagen und Strukturen eines politischen Gemeinwesens abhebt.

Deutsches Wörterbuch

exit_to_app von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm

gänsefusz

1) pes anserinus Stieler 590, bei Henisch 1349 aber auch femur anserinum, gänsfusz, gänsenfusz, auch gansfusz, also auszer vom fusze auch von der keule, wie schon mhd. gensefuoʒ Helbl. 1, 431, vgl. gänsefüszlin. von der lebenden gans, in einer redensart: er ist noch nicht mit dem gansfusz durch den bach gewattet. Garg. 22ᵇ (Sch. 27), vgl.überm bach wohnen auch leute, mit eim fusz im bach geen u. ä. I, 1060; ein gänsefüsz als verräter walkürischen wesens, wie sonst ein schwanenfusz, s. Grimm myth. 400, Simrock myth.² 410. 2) gänsenfusz, plattfusz, plancus, plautus, plotus, cui pedes nimis plani sunt Henisch, vom fusze wie vom inhaber. 3) ein kraut, chenopodium, in mehrern arten, z. b. der gemeine gänsefusz, der gute Heinrich, feldspinat, hundsmelde, der weisze und der grüne gänsefusz, die wilde und die grüne melde; auch nl. ganzevoet, engl. goosefoot, dän. gaasefod, schwed. gaͦsfot, wie gr. χηνόπους, das zu dem allen den anstosz gegeben. bei Henisch 1349 gänsenfusz, ein kraut dessen blätter sehen gleich wie ein gansfusz, blitum, pes anserinus, 16. jh. gänsfusz Dief. 77ᵃ. 4) eine art wein, s. gänsefüszer. 5) eine muschel, pelicanfusz. Nemn. 4, 1387. 6) in der druckerei heiszen die anführungszeichen gänsefüsze, gänsefüszchen, bei Gottsched, Adelung gänseaugen (s. d.); jenes zuerst bei Campe, bei Schmotther (1726) 2, 909 steht nur der lat. name, signum citationis, die sache selbst ist nicht viel älter. auf den nordfries. inseln ist gusfut, gänsefusz, der 'name einer als hausmarke gebrauchten rune' Johansen 121, der wol zu dem buchdruckerausdruck den anlasz gegeben haben könnte, da die hausmarken auch über Norddeutschland verbreitet sind. Es haben sich übrigens längst stimmen gegen den misbrauch der häszlichen dinger erklärt (wie sie denn J. Grimm wegwarf), z. b. J. Paul: da ich nicht absehe was die menschen davon haben, wenn ich die mir beschwerlichen gänsefüsze sammt dem ewigen „er sagte“ hersetze: so will ich den auftrag in person erzählen. Titan 1800 1, 57; den alten Horaz z. b. redet in seinen satiren jeder narr an, und er antwortet ihm, ohne dasz die alten nur durch die kleinsten „gänsefüsze“ oder „hasenöhrchen“ angezeigt oder unterschieden hätten, wer eigentlich rede. bei uns aber fehlen solche anzeigen wol nie, und wir folgen natürlich gleichsam auf den gänsefüszen dem autor leichter, und vernehmen ihn mit den hasenöhrchen leichter. ders. über die deutschen doppelwörter (1820) 226. jetzt wuchern sie bis zu gedankenloser lächerlichkeit und in einer weise, dasz auch schon dem sprachleben damit schaden geschieht; denn wenn z. b. eine grosze süddeutsche firma ankündigt illustrationen zu Schiller's gedichte, so ist der schöne dativ entstanden aus: ill. zu Sch. „gedichte“ oder zu „Schiller's gedichte“, und von gleichem ursprung ist, aus einer groszen Leipziger officin: Herder's urtheil darüber s. in Knebel's literarischer nachlasz. briefw. zw. Göthe und Knebel 1, 55; vergl. Liebrecht's aufsatz im neues jahrbuch der Berl. ges. u. s. w. G. Ticknors gesch. der schönen lit. in Spanien 1, 64.

Fremdwörter

exit_to_app aus: Deutsches Fremdwörterbuch

Arbitrarität

Ungeheuer 1969 Zum arbiträren Charakter des sprachlichen Zeichens 77 Das . . Merkmal einer fest[...]

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