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aus: Wortgeschichte digital

Verelendung

Erste Bezeugungen von Verelendung mit der recht allgemeinen Bedeutung ›fortschreitende Verschlechterung der Lebensverhältnisse‹ reichen bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. 1867 führt Karl Marx das Wort für die fortschreitende Verschlimmerung der Lebenssituation der Arbeiterklasse ein und beeinflusst damit die weitere Verwendungsgeschichte. Zu Zeiten des Nationalsozialismus wird Verelendung zunehmend in Bezug auf ‚das deutsche Volk‘ und die Jahre der Weimarer Republik verwendet und zugleich politisch eingehegt. Nach 1945 wird das Wort mit der allgemeinen Bedeutung ›fortschreitende Verschlechterung der Lebensverhältnisse‹ auf soziale Gruppen ganz unterschiedlicher Art, auf Regionen auch außerhalb Europas bzw. der Industrienationen sowie auf das Einzelindividuum bezogen.

Deutsches Wörterbuch

exit_to_app von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm

emsig

jugiter, sedulo, assidue, ahd. ëmaʒigo: emsig ergreifen, arreptare, emsig dem spil obligen, operam assiduam dare ludis, er krieget emsig, assiduus bella gerit. Maaler 102ᵃ; embsig kommen, frequentare. Henisch 877, 61; wir sin in wuocher, eignem nutz gar blind, darmit thuond wir uns empsig neren. trag. Joh. B 8; darauf werden i. f. gn. emsig ermahnet davon abzulassen. Schweinichen 1, 89; war mein liebes weib emsig darüber betrübt. 2, 167; machte uns böse sachen, dasz alle schulden aufwachten und wir emsig gedrungen wurden. 1, 323; lief empsik uf die büne. Eulensp. cap. 53 p. 78; wir treuen kammeraden stehn als für einen mann. die schieszen, jene laden, wir wechseln emsig ümm. Fleming 111, wo 1642 emsing, doch 1685, 114 emsig; sein blut ruft emsig rache, ob (obschon) seine lippen stumm. Gryphius 1, 83; wie hurtig hätte mich ihr auge nicht verführt! wie emsig hätt ich nicht darinnen buchstabiert! Rost schäfererzählungen 68; lieblichen nektar dem mischkrug ämsig entschöpfend. Il. 1, 597; eine kleine biene flog emsig hin und her und sog süszigkeit aus allen blumen. Gleims fabeln 13; er suchte ämsiger und ämsiger. Göthe 19, 200; er wünscht meinen sohn recht emsig zu unterrichten. 19, 247; im hafen regt sich emsig schon die fahrt. 9, 333; mit schwächeren thieren der eine wünschte langsam zu fahren, ein andrer emsig zu eilen. 40, 239; niemals tadl ich den mann, der immer, thätig und rastlos umgetrieben, das meer und alle straszen der erde kühn und emsig befährt und sich des gewinnes erfreuet. 40, 278; wäsche trockneten emsig auf allen hecken die weiber. 40, 285.

Fremdwörter

exit_to_app aus: Deutsches Fremdwörterbuch

Defraudant

1751 N. Corp. Constitutionum pruss.-brand. I 106 und sollen selbige, wenn sie bey denen untersc[...]

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