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Lotterleben

Die beiden Wörter Luderleben und Lotterleben werden meist umgangssprachlich und abwertend gebraucht. Nachdem Luderleben bis etwa ins 19. Jahrhundert unter anderem in studentischen Kontexten die gängige Bezeichnung für eine ausschweifende, unmoralische Lebensführung ist, wird diese zur Gegenwart hin von Lotterleben abgelöst. Beide Wörter gehen öfter eine Verbindung mit dem Verb führen ein. Als Schimpfwort bis in die Gegenwart bekannt ist daneben bereits die im Mittelhochdeutschen gebuchte Zusammensetzung Lotterbube für ›Nichtsnutz‹ oder ›Herumtreiber‹.

Deutsches Wörterbuch

exit_to_app von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm

würstlein

diminutiv zu wurst, f. 1) im eigentlichen sinn, 'kleine wurst'. gelegentlich im sinne von wurst A 2 b das schmackhafte betonend: bald sucht man (für einen kranken) ... zungen, hirzleber, würstlin, dann will man flaisch haben, dan fisch Fischart w. 3, 35 Hauffen; ein paar kleiner delicaten würstlein Grimmelshausen Simpl. 301 Scholte; (die köchin) bietet vom frühen morgen an suppe, knödel, würstlein ... dar Steub drei sommer in Tirol (1895) 2, 118. manchmal zugleich die vorstellung 'das geringste' umschreibend: wöllend nit leyden, das ich (der pfarrer) mit ewern frawen rede oder nur ein kleins würstly oder stücklin darvon (von euren abgaben) ihnen mittheyle Frey gartenges. 114 Bolte; kein stubenmeitli kann verstohlen einen schluck nehmen, ... keine köchin ein würstlein sich zu gemüthe führen, unversehens sieht der meister ihnen über die achsel J. Gotthelf ges. schr. (1855) 18, 76. ums würstlein singen im obd., entspr. wurst A 2 d γ: göhnt e stücker drei, 's isch besser, singet ums würstli! saget, i lösz en grüeszen, er solls im friede verzehren, und mer vo der sau doch au ne müsterli schicken Hebel w. 1, 59 Behaghel; Seiler Basel 320ᵃ. in anderen redensarten: sag no haferl, host glei a würstl drinn! spottweise ... 'sie haben nur zu befehlen' Zaupser vers. e. baier. u. oberpfälz. id. (1789) 83; man wird dir ein würstlein braten Kirchhofer schweiz. sprüchw. (1824) 357 (vgl. wurst A 5 b γ). 2) in übertragungen, die an wurstförmiges aussehen anknüpfen. auf menschliche körperteile gehend; obszön für 'männliches glied, penis' (s. ob. wurst B 2 a): die selben (jungen mädchen) achten kain für bider, wann ers nicht dapffer greyffet an und setzt in ein klaines würstlin dran Montanus schwankbücher 446 Bolte; vgl. 441. anders: würstlein ... muscolino di carne nel corpo humano grasso ò grassotto M. Kramer t.-ital. 2 (1702) 1409ᵃ. als pflanzenname und als bezeichnung eines pflanzenteils. schwäb. für den wegerich, plantago major L., den mauerfeffer, sedum acre L., und den gartenfuchsschwanz, amaanthus caudatus L., s. Fischer schwäb. 6, 999; beim wegerich auch nur für seinen samenstengel, beim mauerpfeffer für sein walzenförmiges blatt, vgl. a. a. o. ferner, wurst B 4, würstchen 2, würstel 2 entsprechend, für den blütenstand gewisser bäume: würstleⁱⁿ (männlicher) blütenstand von haselnusz ..., erle, pappel Fischer schwäb. 6, 999.

Fremdwörter

exit_to_app aus: Deutsches Fremdwörterbuch

Flor

M. (-s; selten -e), im späteren 16. Jh. entlehnt aus (flekt. Form von) lat. flos ‘Blume, Blüte; blühender Zustand, Periode der höchsten Kraftentfaltung, edelster, bester Teil’, bes. in der Fügung in flore esse ‘in Blüte, Ansehen stehen’; vgl. schon mhd. flore F. bildlich für ‘Blume, Blüte’ nach[...]

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