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aus: Wortgeschichte digital

Prolet

Prolet ist eine umgangssprachliche Kürzung aus Proletarier. Es kommt um 1870 als abwertende Bezeichnung für die gesellschaftliche Unterschicht auf. Obwohl es zunächst und vor allem ein Schimpfwort ist, findet sich das Wort in Texten sozialistischer Autoren auch in positiver Interpretation. Ende des 20. Jahrhunderts kommen Prolo und Proll als weitere Kurzwortbildungen in Gebrauch.

Deutsches Wörterbuch

exit_to_app von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm

fül

wie das vorhergehende ful, für fiel, das praet. von fallen: die schenckel wolten werden schwach, er fül zu ruck mit ungemach. Spreng Il. (1610) 88ᵇ; und von dem schiff mit schmerzen fühl (der durchbohrte) herausser auf die erden kühl. 209ᵃ; (Mars) fühl auf die knie zu boden nider und strecket von sich alle glieder. 298ᵇ; Deiphobi behausung grosz litt von den flammen harten stosz, das sie zu boden fühl behend. Aen. (1610) 29ᵇ. eben so von fallen mit partikeln zusammengesetzt: traff Venerem gleich an die brust, das sie mit Marte niderfühl (: kühl). Il. 298ᵇ; (die Griechen) Troya die statt zu einer straf, im wein vergraben, und im schlaf, starck uberfühlen mit gewalt. Aen. 28ᵇ. aber bei fül, fühl findet sich in beiden dichtungen häufig genug fiehl, selbst, wie 72ᵃ, im reim auf kühl und auch, wie 209ᵇ, sehr nahe an jenem fühl. dieses, besser ohne das dehnende h fül, ist das umlautende ful, was auch durch die mecklenburg. form föll, dem ein zu hult für hielt stimmendes höll zur seite steht (Richter gramm. 31), bestätigt werden dürfte. auffallend ist bei Ölinger gramm. 133 ich fuele für ich fiel, denn das ue scheint zwischen u und ü zu schweben.

Fremdwörter

exit_to_app aus: Deutsches Fremdwörterbuch

Probe

F., spätmhd. prôbe über mittellat. proba gl. Bed., probieren Ztw. ‘dartun, beweisen’ mit Anlehnung an die Zeitwörter auf =ieren gebildet und seit frühem 14. Jahrh. belegt, haben als Vorlage lat. proba und probare – die auch Quelle für probabel, probat usw. sind – und dürfen als Lehnwörter gelte[...]

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Das Zentrum für digitale Lexikographie der deutschen Sprache hat zum Ziel, die deutsche Sprache in Gegenwart und Geschichte umfassend und wissenschaftlich verlässlich zu beschreiben. In Form dieses Portals bietet es Zugriff auf umfangreiche gegenwartssprachliche und historische Wortinformationen. Diese reichen von der Darstellung der Schreibweise, der Grammatik und der Bedeutungen eines Begriffs über die seiner typischen Verbindungen bis hin zur Beschreibung seiner Frequenz und Bedeutungsentwicklung. Die Suchergebnisse werden übersichtlich auf einer Ergebnisseite präsentiert, von wo aus die individuellen Ressourcen angesteuert werden können. Die ZDL-Portalseite befindet sich im Aufbau. Weitere Dienste und Ressourcen der Akademien und weiterer Projektpartner werden im Laufe des Projekts eingebunden.

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